Teil­nah­me­vor­aus­set­zun­gen

Kör­per­li­che Vor­aus­set­zun­gen

Wir set­zen KEINE kör­per­li­che Merk­ma­le für eine Teil­nah­me an unse­ren offe­nen Kur­sen vor­aus. Dies gilt aller­dings nur ein­ge­schränkt für Spit­zen­tanz. Lesen Sie bit­te dort, ganz unten, nach.

Gesund­heits­zu­stand

Krank­heit

Wer anste­ckend krank ist, auch nur “ein biss­chen”, darf nicht am Unter­richt teil­neh­men (gehe lie­ber ins Bett!). Das­sel­be gilt, wenn eine Krank­heit sich erst­mal nur andeu­tet (Kopf­weh, Schnup­fen, Krat­zen im Hals, Erschöp­fung, etc.). Hier mehr Infor­ma­tio­nen: https://www.infektionsschutz.de/hygienetipps/barrieremassnahmen/

Es ist nicht nur für die eige­ne Gesund­heit gefähr­lich, bei Krank­heit sich kör­per­lich anzu­stren­gen: es dro­hen län­ger­fris­ti­ge Kom­pli­ka­tio­nen und schwer­wie­gen­de­re Krank­hei­ten. Die Unter­richts­teil­nah­me von Kran­ken stellt für alle Unter­richts­be­tei­lig­te und deren Fami­li­en­an­ge­hö­ri­ge eine erhöh­te Anste­ckungs­ge­fahr dar. Denn im Unter­richt fas­sen wir uns zwangs­läu­fig an und atmen zwangs­läu­fig die­sel­be Luft. Krank­heits­er­re­ger wer­den im Tanz­un­ter­richt sehr ein­fach wei­ter­ge­ge­ben.

Bei Krank­heit also bit­te NICHT zum Unter­richt kom­men. Kom­me erst wie­der zum Kurs, wenn Du min­des­tens

Am Inz­Tanz kön­nen ver­säum­te Kurs­ter­mi­ne inner­halb des­sel­ben Semes­ters in einem ande­ren Kurs “nach­ge­holt” wer­den. Wer unsi­cher ist, wie das funk­tio­niert, fragt bit­te nach.

Hier spre­chen wir vor allem von anste­cken­den Krank­hei­ten, also alles von einer ein­fa­chen Erkäl­tung hin zu eine schwer­wie­gen­de Erkran­kung. Nicht-anste­cken­de Krank­hei­ten sind für die Grup­pe zwar unge­fähr­lich, kön­nen aber für den Kran­ken eine schwer­wie­gen­de Belas­tung sein. Bit­te ärzt­li­chen Rat suchen, und die Lehr­kraft vom Vor­han­den­sein einer nicht-anste­cken­den Krank­heit berich­ten.

Hygie­ne-Regeln

  1. Unmit­tel­bar vor dem Kurs­be­ginn die Hän­de gründ­lich waschen! Gründ­lich heisst: 20 Sekun­den lang mit Sei­fe waschen, auch unter der Nägel. Hier mehr Infor­ma­tio­nen: https://www.infektionsschutz.de/haendewaschen/
  2. Brin­ge bit­te eine eige­ne Packung Taschen­tü­cher zum Kurs mit; nie­se und hus­te in die­se. Nach einer Nut­zung, das Taschen­tuch im Müll­ei­mer oder einem ver­schliess­ba­ren Plas­tik­beu­tel ent­sor­gen und dann Hän­de waschen oder des­in­fi­zie­ren. Falls ein Taschen­tuch gera­de nicht griff­be­reit ist, bit­te in die Arm­beu­ge hin­ein hus­ten und nie­sen — NICHT in die Luft oder die Hand. Hier mehr Infor­ma­ti­on: https://www.infektionsschutz.de/hygienetipps/hygiene-beim-husten-und-niesen/
  3. Bit­te die Hän­de wäh­rend des Unter­richts nicht in die Kör­per­öff­nun­gen (Nase, Mund, etc.) ste­cken; dies ist vor allem für Kin­der eine Her­aus­for­de­rung!

Sicher­heit

In den Kurs­ter­mi­nen müs­sen Quel­len der Gefahr aus­ge­schlos­sen wer­den. Bei kom­ple­xer Bewe­gung stel­len Fol­gen­des eine (Lebens-)Gefahr dar:
  • Kau­gum­mi kau­en: bit­te unter­las­sen Sie es im Kurs!
  • Pier­cings kön­nen her­aus geris­sen wer­den: bit­te ent­fer­nen Sie die­se vor den Kurs­ter­mi­nen!
  • Schmuck, Uhren und Bril­len kön­nen Kör­per ver­let­zen (den eige­nen oder auch den einer ande­ren Per­son); zudem könn­ten die­se mate­ri­el­le Güter beschä­digt wer­den: bit­te tra­gen Sie die­se nicht im Kurs!

Ach­te auf die Raum­ein­tei­lung. Kom­me den ande­ren beim Tan­zen nicht zu nah, da man sich bei einem Zusam­men­stoß ver­let­zen kann oder Sie die ande­ren Kurs­teil­neh­mer in ihrer Kon­zen­tra­ti­on stö­ren könn­ten.

Schüt­zen­der Bedarf

Bit­te Was­ser zum Trin­ken mit­brin­gen. Die­ses soll­te in einer gegen Aus­lau­fen gesi­cher­te Fla­sche abge­füllt sein.

Ein klei­nes Hand­tuch dabei zu haben ist sinn­voll, um den eige­nen Schweiß auf­zu­sau­gen.

Vor allem im Bereich Modern, Zeit­ge­nös­sisch, Hip­hop, Stomp, Impro­vi­sa­ti­on und Cho­reo­gra­phie sind wei­che, eng­an­lie­gen­de Knie­scho­ner sinn­voll. Die­se sind im Tanz­fach­han­del erhält­lich.

Regel­mäs­si­ge Teil­nah­me

Sei mög­lichst immer im Kurs anwe­send. Dies ist nicht nur für die eige­ne Lern­ent­wick­lung von gros­ser Bedeu­tung, son­dern auch für die der gesam­ten Grup­pe. Denn das feh­len­de Wis­sen ein­zel­ner Teil­neh­mer stört die Lern­ent­wick­lung der Grup­pe. Die Lehr­kraft kann auf durch Fehl­zei­ten ein­zel­ner Teil­neh­mer ent­stan­de­ne Lücken KEINE Rück­sicht neh­men.

Zur regel­mäs­si­gen Teil­nah­me gehört es auch, vor­be­rei­tet zum Unter­richt zu erschei­nen. Das heißt, zum Beginn der offi­zi­el­len Unter­richts­zeit umge­klei­det, fri­siert und mit Getränk aus­ge­stat­tet, sowie auf der Toi­let­te gewe­sen sein (und sich die Hän­de danach gewa­schen haben!). Wer schlecht vor­be­rei­tet erscheint, ist durch nach­träg­li­ches „Vor­be­rei­ten“ abge­lenkt, und stört den Unter­richt.

Dies ist beson­ders wich­tig in Kur­sen, die als Grup­pe etwas erar­bei­ten, also vor allem in Tän­ze­ri­sche Früh­erzie­hung, Young Dance und Cho­reo­gra­phie & Impro­vi­sa­ti­on!

Wenn Du in einem ande­ren Kurs Fehl­zei­ten “nach­holst”, bist Du Gast in der Grup­pe. Du wirst wahr­schein­lich nicht alles ver­ste­hen und umset­zen kön­nen. Neh­me vom Kurs mit, was Du kannst — hal­te Dich bit­te mit Fra­gen zum Ablauf mög­lichst zurück und stö­re die regel­mäs­si­ge Teil­neh­mer nicht. Las­se die regel­mäs­si­ge Teil­neh­mer den Kurs­ver­lauf bestim­men. Las­se die regel­mäs­si­ge Teil­neh­mer auch den bes­ten Kurs­plät­zen haben; hal­te Dich im Hin­ter­grund.

Pünkt­lich­keit

Bit­te sei pünkt­lich. Es ist für die Grup­pen­dy­na­mik und den eige­nen Kör­per sehr wich­tig, vom Anbe­ginn bis zum Abschluss am Kurs­ter­min teil­zu­neh­men. Dies ist beson­ders wich­tig in Kur­sen, die als Grup­pe etwas erar­bei­ten, also vor allem in Tän­ze­ri­sche Früh­erzie­hung, Young Dance und Cho­reo­gra­phie & Impro­vi­sa­ti­on. In die­sen Kur­sen kann es tat­säch­lich bes­ser sein gar nicht, als nur für einen Teil des Kur­ses zu kom­men.

Falls du doch zu spät kom­men oder den Kurs frü­her ver­las­sen musst, dann stö­re die ande­ren nicht dabei. Betre­te und ver­las­se den Raum mög­lichst lei­se und stel­le dich erst zu den ande­ren oder ver­las­se sie, wenn du dir sicher sein kannst, nie­man­den zu stö­ren oder gar zu gefähr­den — am Bes­ten wäh­rend einer Pau­se.

Wenn du dich erst noch warm machen musst, weil du zu viel des Kur­ses ver­passt hast, mache dies bit­te lei­se am Rand des Saa­les, dass es die ande­ren Kurs­teil­neh­mer in ihrer eige­nen Übung nicht irri­tiert oder stört.

Falls es an der Stan­ge wenig Platz im TRZ-Loret­to geben soll­te, dann hole dir von der Empo­re einen Sta­pel mit etwa 6 Stüh­len (je nach Kör­per­grö­ße). Zie­he (nicht schie­ben!) den Stuhl­sta­pel mög­lichst lei­se und nicht wäh­rend einer Übung in die Mit­te des Rau­mes.

Atmo­sphä­re

Eine ange­neh­me Atmo­sphä­re im Kurs ermög­licht pro­duk­ti­ves Arbei­ten und inten­si­ves Ler­nen. Ach­ten Sie bit­te des­we­gen auf rück­sichts­vol­les Beneh­men. Als stö­rend wer­den bei­spiels­wei­se fol­gen­de Ver­hal­tens­wei­sen und Bege­ben­hei­ten emp­fun­den: Unter­hal­tun­gen, Tele­fo­nie­ren, Sim­sen, Spie­len, Kör­per­ge­ruch.

Wir bewe­gen uns eng bei­ein­an­der in Räu­men die Stun­den lang von meh­re­ren Grup­pen ohne Pau­se belegt wer­den. Ach­te auf aus­rei­chen­de Kör­per­hy­gie­ne, z.B.: dich vor dem Tanz­un­ter­richt waschen, Deodo­rant benut­zen, fri­sche Trai­nings­klei­dung anzie­hen.

Erle­di­ge per­sön­li­che Gesprä­che außer­halb des Rau­mes. Wenn die Lehr­kraft etwas erklärt, höre zu. Falls Sie Fra­gen zu den Kurs­in­hal­ten haben, kön­nen Sie die­se knapp stel­len.

Zuschau­en

Leh­ren­de und Ler­nen­de freu­en sich über Inter­es­se an ihrer gemein­sa­men Arbeit. Um Ange­hö­ri­ge und Inter­es­sier­te einen Ein­blick dar­in zu gewäh­ren, fin­det jähr­lich zum Ende des Win­ter­se­mes­ters (etwa Mit­te Febru­ar) unser Open­Hou­se statt. Zu die­sem öffent­li­chen Anlass füh­ren alle Kur­se etwas aus dem Unter­richt vor. Zudem sind Ange­hö­ri­ge und Freun­de der Teil­neh­mer und Teil­neh­me­rin­nen herz­lich ein­ge­la­den, im jeweils letz­ten Kurs­ter­min des Som­mer­se­mes­ters zuzu­schau­en.

Sons­ti­ges Zuschau­en stört den Unter­richt bei jün­ge­ren Kin­dern; des­we­gen ist dies im Bereich Tän­ze­ri­schen Früh­erzie­hung nicht erlaubt. Bei älte­ren Kin­dern, Jugend­li­chen und Erwach­se­nen kann gele­gent­li­ches Zuschau­en pas­send sein; bei Inter­es­se fra­gen Sie bit­te bei der Lehr­kraft nach.

Unter­richts­be­klei­dung

Die Beklei­dung soll­te die tän­ze­ri­sche Bewe­gung unter­stüt­zen und nicht behin­dern. Des­halb emp­feh­len wir in allen Kur­sen, beque­me und dehn­fä­hi­ge Klei­dung anzu­zie­hen. Die­se soll­te aller­dings weder Stol­per­fal­len noch Beweg­lich­keits­ein­schrän­kun­gen ent­hal­ten: Hosen­bei­ne soll­ten weder über­lang, noch extrem weit sein; Hosen­schrit­te soll­ten nicht zu tief sit­zen. Über eng anlie­gen­de Beklei­dung stol­pert man nicht und dar­an bleibt man auch nicht hän­gen; außer­dem: je enger die Beklei­dung sitzt, des­to genau­er kann eine Kor­rek­tur der Bewe­gung erfol­gen.

Je fort­ge­schrit­te­ner der Kurs ist, des­to sinn­vol­ler kann Fach­be­klei­dung sein. Stan­dard im Tanz­be­reich ist eine Strumpf­ho­se und ein Tri­kot (Her­ren tra­gen die Strumpf­ho­se über das Tri­kot, bzw. mit einem Trä­ger­hemd oder enges T-Shirt) mit diver­sen wär­me­ge­ben­den Ober­schich­ten wie Stul­pen, Strick­ho­sen, Fleece, Gore­tex, etc. Es ist sinn­voll, meh­re­re Schich­ten Klei­dung anzu­zie­hen, denn jeder Kurs ent­hält ruhi­ge­re und beleb­te­re Pha­sen, bzw. Pha­sen im Lie­gen und im Ste­hen. Sach­ge­rech­te Beklei­dung ist zur Vor­beu­gung von Ver­let­zung und Krank­heit wich­tig.

Her­ren im Bereich Tanz tra­gen ein Sus­pen­so­ri­um anstatt einer Unter­ho­se. Damen tra­gen einen leich­ten BH und kei­ne Unter­ho­se, denn eine fach­ge­rech­te Tanz­strumpf­ho­se hat einen Ersatz für die Unter­ho­se inte­griert.

Fri­su­ren

Die Haa­re soll­ten den Unter­richts­ver­lauf und die tän­ze­ri­sche Ent­wick­lung nicht stö­ren. Um dies zu gewähr­leis­ten soll­ten sie fest an den Kopf fri­siert sein. So behin­dern sie weder die Sicht, noch die Kopf­be­we­gun­gen, und ver­hed­dern sich beim Tan­zen weni­ger.

Gute Lösun­gen bie­ten:

  • fes­ter Dutt
  • fes­ter Pfer­de­schwanz
  • fest­sit­zen­des Kopf­tuch

Schlecht sind:

  • Haar­rei­fen
  • Haar­span­gen
  • locke­rer Pfer­de­schwanz
  • locker gefloch­te­nes Haar

Schuh­werk

Pas­sen­des Schuh­werk schützt die Füßen, behin­dert die Bewe­gung nicht und bie­tet kei­ne Stol­per­ge­fahr: Die Min­dest­aus­stat­tung sind eng anlie­gen­de (im Bal­lett mög­lichst hel­le) Socken — am Bes­ten dün­ne im Som­mer und dicke im Win­ter. Zusätz­lich wird Fol­gen­des benö­tigt:

  • Für Bal­lett ab Stu­fe 1c sind Bal­lett­schläpp­chen (am bes­ten mit geteil­ter Soh­le) not­wen­dig.
  • Für Spit­zen­tanz sie­he sepa­ra­te Infor­ma­tio­nen ganz unten.
  • Für Hip­hop & Stomp sind Dance-Snea­kers mit geteil­ter Soh­le not­wen­dig. Jedes Trai­ning beginnt aus­ser­dem bar­fuß.
  • Für Modern & Zeit­ge­nös­sisch kön­nen ggf. Modern-/Afro-San­da­len oder ein­fach nur bar­fuß sinn­voll sein.

Gym­nas­tik-Schläpp­chen sind in Tanz­kur­sen NICHT geeig­net!

Ein Fach­la­den für Tanz­be­darf (Gabrie­le Lutz) befin­det sich am Olga-Eck in Stutt­gart, nahe Char­lot­ten-Platz. Online gibt es zahl­rei­che Bezugs­quel­len.

Spit­zen­tanz

Fra­gen zu Eig­nung für Spit­zen­tanz bei Inz­Tanz:

  1. Kannst Du bzw. kön­nen Sie den Inhalt von Bal­lett Stu­fe 1b mit guter Pla­zie­rung absol­vie­ren? Wenn Unsi­cher­heit besteht, bit­te bei uns nach­fra­gen.
  2. Kannst Du bzw. kön­nen Sie rele­vé auf demi-poin­te in allen 5 Posi­tio­nen und auf einem Bein kor­rekt errei­chen, also mit dem Gewicht über­wie­gend auf den Grund­ge­len­ken des gros­sen und des zwei­ten Zehs?
  3. Kannst Du bzw. kön­nen Sie das kor­rek­te rele­vé für min­des­tens 4 Sekun­den hal­ten? Die Fuß­kraft wird vor allem durch die Ver­la­ge­rung des Kör­per­ge­wichts auf dem Vor­der­fuß in den 5 Posi­tio­nen und auf einem Bein trai­niert. Sekun­där wird sie durch das rele­vé trai­niert, also durch Anhe­ben der Fer­se. Wei­ter wird sie durch das Stre­cken (Plant­ar­fle­xi­on) des Spiel­bein­fu­ßes ent­wi­ckelt. Das kor­rek­te Sprin­gen auf zwei Bei­nen und schliess­lich auf einem Bein, also mit Fer­sen auf dem Boden beim Absprin­gen und Lan­den und mit gestreck­tem Fuß in der Luft, ist die letz­te Form der Kraft­ent­wick­lung im Fuss vor dem Spit­zen­tanz.
  4. Sind Dei­ne bzw. Ihre Zeh­nä­gel kor­rekt geschnit­ten, also bis zum Hautan­satz und ohne Ecken? Wenn nicht, wird der Nagel in das Nagel­bett hin­ein­ge­scho­ben wäh­rend Du bzw. Sie auf Spit­ze stehst bzw. ste­hen, was star­ke Ver­let­zun­gen ver­ur­sa­chen kann.
  5. Hast Du bzw. haben Sie an einer ande­ren Bal­lett­schu­le mus­ku­lä­re Män­gel durch das Tra­gen von extrem stei­fen Spit­zen­schu­hen beho­ben? Wenn sol­che Män­gel bestehen, soll­test Du bzw. soll­ten Sie mit dem Spit­zen­trai­ning war­ten, und trai­nie­ren, trai­nie­ren, trai­nie­ren!

Spit­zen­schu­he kau­fen

Inz­Tanz geht mit den Ler­nen­den zum Ein­kau­fen im Rah­men von Stu­fe 1c oder einer gebuch­ten Bera­tung [LINK SETZEN]. Wenn Du bzw. Sie aber allei­ne Spit­zen­schu­hen ein­kau­fen, gehe wie folgt vor:

Spit­zen­schu­he: Vor­läu­fi­ge Aus­wahl

Suche bit­te im Laden meh­re­re Schu­he zum Ver­gleich nach fol­gen­den Kri­te­ri­en zusam­men:

  1. Das Ziel ist Stüt­ze für den Fuß gekop­pelt mit Fle­xi­bi­li­tät für kor­rek­tes Arbei­ten. Eine extrem stei­fe Soh­le ver­hin­dert kor­rek­tes Arbei­ten, da man das Gefühl für den Boden ver­liert, und zu sehr mit dem Schuh kämp­fen muß. Bevor­zu­ge eine mitt­le­re Stär­ke zum Beginn des Spit­zen­trai­nings.
  2. Wenn die Zehen eher gleich lang sind, ist ein gera­der Box (da, wo der Vor­der­fuß drin steckt) bes­ser, also ein Box bei dem die Sei­ten eher par­al­lel zuein­an­der ver­lau­fen.
  3. Wenn die Zehen eher ungleich lang sind, ist ein zuge­spitz­ter Box bes­ser, also ein Box bei dem die Sei­ten zur Spit­ze hin eher auf­ein­an­der zu ver­lau­fen.
  4. Das Blatt (die obe­re Flä­che des Schuhs) soll­te min­des­tens so lang wie Dei­ne bzw. Ihre Zehen sein.
  5. Ein hoher Spann braucht wahr­schein­lich ein län­ge­res Blatt, obwohl man durch nach­träg­li­ches Nähen ein kur­zes Blatt ggf. ver­län­gern kann. Wenn Dein Spann eher flach ist, kann ein kür­ze­res Blatt bes­ser sein.
Spit­zen­schu­he: Anpro­be

Zie­he Scho­ner an, am Bes­ten wel­che aus Sili­kon. Die Scho­ner sind auf einer Sei­te län­ger als auf der ande­ren; zie­he die Scho­ner mit der län­ge­ren Sei­te nach oben an. Wenn die län­ge­re Sei­te aus dem Schuh her­aus­hängt, kann es ggf. spä­ter zurecht geschnit­ten wer­den. Es gibt unter­schied­li­che Sili­kon­scho­ner. Dün­ne­re Scho­ner erlau­ben mehr Wahr­neh­mung vom Boden, was sehr wich­tig ist. Dün­ne­re soll­ten auf jeden Fall bevor­zugt wer­den. Aller­dings kön­nen dicke­re Scho­ner auch ergän­zend sehr hilf­reich sein, z.B. um unter­schied­li­che Fuss­grös­sen oder auch Wachs­tums­schü­be aus­glei­chen. In sol­chen Fäl­len kann es sinn­voll sein, 2 Paar zu kau­fen.

Zie­he nun über die Scho­ner zuerst Bal­lett­strümp­fe (am bes­ten “tran­si­tio­nal”, also wel­che mit einem Loch in der Soh­le) und dann bei­de Schu­he an und stel­le fest, dass fol­gen­de Aus­sa­gen zutref­fen:

  • Der Fuß muss jeweils in den Schuh leicht hin­ein­ge­drückt wer­den. Wenn er ein­fach hin­ein­glei­tet, ist der Schuh zu groß.
  • Ste­he auf fla­cher Soh­le mit gestreck­ten Kni­en in den Spit­zen­schu­hen, und stel­le fest, ob fol­gen­de Aus­sa­gen zutref­fen:
    1. Die Zehen berüh­ren die Spit­ze des Schuhs leicht.
    2. Die Zehen wer­den weder nach unter gekrümmt, noch über­ein­an­der gedrückt.
    3. Der Fuß wird von allen Sei­ten unter­stützt, aber nicht zusam­men­ge­drückt; Du spürst bzw. Sie spü­ren einen sta­bi­li­sie­ren­den Druck.
    4. Die Zehen kön­nen mini­mal bewegt wer­den.
    5. Zwi­schen dem Kno­ten des Zug­ban­des und dem Rist des Fußes besteht kein Zwi­schen­raum.
    6. Der Schuh glei­tet nicht leicht von der Fer­se.
    7. An der Fer­se unter­halb des Zug­ban­des besteht kein Abstand zwi­schen Fer­se und Stoff.
    8. Es ist nicht mög­lich, im Schuh den Fuß zu rut­schen.
    9. Ste­he auf fla­cher Soh­le in demi-plié in den Spit­zen­schu­hen, und stel­le fest, ob die Aus­sa­gen vom gestreck­tem Stand noch zutref­fen.
  • Stel­le einen Fuß auf der Spit­ze (noch nicht durch demi-poin­te hoch­rol­len), und pres­se ihn in den Boden. Fol­gen­den Aus­sa­gen soll­ten noch zutref­fen:
    1. Der Fuß rutscht nicht im Schuh Rich­tung Boden.
    2. Der Boden ist unter den Spit­zen wahr­nehm­bar, aber der gesam­te Druck ist rela­tiv gleich­mä­ßig über den Vor­der­fuß ver­teilt: auf den Sei­ten des Fußes, oben auf dem Fuß und auf den Spit­zen.
  • Stel­le nun den ande­ren Fuß auf der Spit­ze, und wie­der­ho­le die soeben genann­te Fest­stel­lun­gen mit dem zwei­ten Fuss.
  • Wie­der­ho­le sie nun mit bei­den Füßen gleich­zei­tig: hal­te Dich unbe­dingt mit den Hän­den an einer Stan­ge, einem Tisch, o.ä. fest!
  • Rol­le nun auf bei­den Füßen hoch durch demi-poin­te. Fol­gen­de Aus­sa­gen soll­ten zutref­fen:
    1. Der Schuh glei­tet nicht von der Fer­se. Wenn dies doch pas­siert, kannst Du ent­we­der ande­re Model­le aus­pro­bie­ren, eine län­ge­re “Stay” bestel­len (der Stoff, der die hin­ters­te Naht des Schuhs abdeckt), oder zusätz­li­che Gum­mi­bän­der hin­ten annä­hen.
    2. Das Blatt des Schuhs zwickt nicht beim hin­auf­rol­len in den Spann hin­ein.

Spit­zen­schu­he für den Ein­satz vor­be­rei­ten

  1. Sei­den­bän­der annä­hen: Sei­den­bän­der in vier gleich lan­ge Stü­cke tei­len. Jedes Band an bei­den Enden kurz durch eine Flam­me zie­hen; das Schmel­zen ver­hin­dert, daß die Bän­der fasern.
  2. Lege die Fer­sen­kap­pe vom Ende der unte­ren Leder­soh­le des Schuhs kom­plett nach vor­ne. An der Stel­le, an der eine Fal­te ent­steht, befin­det sich der Ansatz­punkt für das Annä­hen der Bän­der. Die Bän­der wer­den auf der glei­chen dia­go­na­len Linie im Ver­hält­nis zum obe­ren Schuhrand wie die ent­stan­de­ne Fal­te ange­näht. Ach­te sorg­fäl­tig dar­auf, daß die Schnür­sen­kel am Ran­de des Schuhs nicht fest­ge­näht wer­den. Mög­li­cher­wei­se ist die mit die­ser Vor­ge­hens­wei­se gewähl­te Annäh­stel­le nicht die für Dein Fuß abso­lut Idea­le. Wie so vie­les mit Spit­zen­schu­hen wird sich eini­ges beim Tan­zen erst her­aus­kris­tal­li­sie­ren. Es ist aber auch immer mög­lich, die Bän­der noch­mals abzu­neh­men, und woan­ders wie­der anzu­brin­gen. Zum Bei­spiel kann es sinn­vol­ler sein, sie etwas wei­ter Rich­tung Schuh­mit­te fest­zu­nä­hen, oder eher senk­recht zum Schuhrand. Im Lau­fe der Jah­re stellt sich die opti­ma­le Posi­tio­nie­rung her­aus.
  3. Gum­mi­bän­der even­tu­ell annä­hen (vgl. Sei­den­bän­der): Die Gum­mi­bän­der näht man wei­ter hin­ten Rich­tung Fer­se fest. Sie hal­ten vor allem die Fer­sen­kap­pe des Schuhs auf der Fer­se. Als Anhalts­punkt wählt man den Mit­tel­punkt zwi­schen den Sei­den­bän­dern und der hin­te­ren Fer­sen­naht. Durch abste­cken und anpro­bie­ren stel­le sich die genaue Win­kel zum Rand sowie die nöti­ge Län­ge der Bän­der fest. Ach­te dar­auf, dass Du bzw. Sie kei­ne unan­ge­neh­men Näh­te an der Achil­les­seh­ne ent­ste­hen lässt bzw. las­sen: sie ist sehr emp­find­lich!
  4. Dampf­be­hand­lung und bieg­sam machen: VORSICHTIG VORGEHEN!! Zie­he die Schu­he mit Scho­ner und Strümp­fe an, und betrach­te den Spann des Fußes im Spie­gel, wäh­rend Du bzw. Sie auf Spit­ze stehst bzw. Ste­hen. Mar­kie­re unten auf der Leder­soh­le und dann auch innen auf der Innen­soh­le wo Dein bzw. Ihr Spann die stärks­te Kur­ve hat.
  5. Um die Spit­zen­schu­he am Spann bieg­sam zu machen, hal­te zuerst nur einen Schuh etwa 8 bis 10 Sekun­den über den aus der Öff­nung eines Was­ser­kes­sels aus­tre­ten­den Dampf. Ach­te sorg­fäl­tig dar­auf, dass Du bzw. Sie genau die mar­kier­te Stel­le auf der Innen­soh­le mit dem Dampf triffst bzw. tref­fen, und dass der Box des Schuhs nicht mit Dampf behan­delt wird! Anschlie­ßend mit Hil­fe einer Zan­ge die bis­her fla­che und har­te Soh­le zu einer leich­ten Kur­ve an der mar­kier­ten Stel­le model­lie­ren. Dann den Schuh anzie­hen, und schau­en, ob die Soh­le jetzt bes­ser am Spann sitzt. Das Ziel ist nicht Bequem­lich­keit, son­dern eine Stüt­ze für den Spann und den gesam­ten Fuß zu sichern. Wenn die Soh­le sehr vom Spann absteht bzw. sehr von der Form des Fußes abweicht, bie­tet der Schuh kaum eine Stüt­ze. Das Ziel ist es, eine star­ke und fle­xi­ble Stüt­ze für prä­zi­ses Arbei­ten zu sichern.
  6. Die­sen gesam­ten Ablauf für den ande­ren Schuh wie­der­ho­len.
  7. Danach ein­mal mit den Schu­hen trai­nie­ren, bevor eine wei­te­re Dampf­be­hand­lung even­tu­ell vor­ge­nom­men wird. Ein­mal gedämpft, las­sen sich die Schu­he kaum wie­der hart machen, also VORSICHTIG VORGEHEN.
  8. Der Box muß fast nie behan­delt wer­den, denn der gibt im Trai­ning sowie­so leicht nach.

Spit­zen­schu­he im Ein­satz

  1. Schnü­ren der Bän­der: Bin­de die Bän­der in einer akti­ven Beu­ge­stel­lung des Fußes (dor­sa­le Fle­xi­on). Bin­dung bei ent­spann­ter Stel­lung oder bei gestreck­tem Fuß (plant­are Fle­xi­on) führt zu Ver­let­zun­gen im Sprung­ge­lenk­be­reich, insb. wäh­rend demi-plié.
  2. Die Bän­der wer­den zuerst über vor­ne gekreuzt, dann hin­ten, dann wie­der vor­ne und dann an der hin­te­ren Innen­sei­te des Fuß­ge­lenks (zwi­schen der Achil­les­seh­ne und dem Knö­chel) mit einem Dop­pel­kno­ten fest­ge­bun­den. Ach­te dar­auf, daß die Bän­der bis unmit­tel­bar vor dem Kno­ten abso­lut glatt blei­ben!
  3. Die Enden der Bän­der glatt über­ein­an­der legen, und quer zur Län­ge zusam­men­fal­ten. Die­ses dann zwi­schen Dei­nen Bein und die Bän­der hin­ein­ste­cken.
  4. Für bes­se­re Rutsch­fes­tig­keit kann Kolo­pho­ni­um (getrock­ne­tes Baum­harz) auf den Spit­zen auf­ge­tra­gen wer­den. Das Stop­fen der Spit­zen hilft auch.

Spit­zen­schu­he auf­be­wah­ren

  1. Nach dem Trai­ning die Schu­he mit Plas­tik­tü­ten aus­stop­fen, um die Form wäh­rend des Trock­nens zu erhal­ten. Stop­fe die Schu­he NIEMALS mit Papier aus! Papier saugt sich mit Feuch­tig­keit voll und zer­stört die Schu­he.
  2. Lege die Fer­sen­kap­pe vom Ende der unte­ren Leder­soh­le des Schuhs kom­plett nach vor­ne. Sie muss abso­lut flach lie­gen.
  3. Fal­te die Sei­ten des Schuhs flach über die Fer­sen­kap­pe. Strei­che die Bän­der flach.
  4. Wicke­le die Sei­den­bän­der kom­plett um die Soh­le; ste­cke die Enden der Sei­den­bän­der in den Schuh. Die Sei­den­bän­der müs­sen abso­lut glatt gewi­ckelt wer­den.
  5. Bewah­re die Schu­he in einem luft­durch­läs­si­gen Behäl­ter auf, z.B. in einem Stoff- oder Netz­beu­tel. Bewah­re die Schu­he NIEMALS in einer Plas­tik­tü­te auf!
  6. Spit­zen­schu­he recht­zei­tig erset­zen.
  7. Über­prü­fe die Spit­zen der Schu­he nach jeder Nut­zung. Wenn die Spit­zen auch nur im gerings­ten dem Druck von Fin­ger­spit­zen nach­ge­ben, müs­sen die Schu­he ersetzt wer­den. Mög­li­cher­wei­se kön­nen die Schu­he noch ein­mal getra­gen wer­den, wenn sie mit Lack gehär­tet wer­den. Dies ist aber unge­wiss.
  8. Habe IMMER ein zwei­tes Paar Spit­zen­schu­he vor­be­rei­tet.