Fotos: Han­nah Bohr (1,2), Chris­ti­ne Wawra (3,4,5,7,8,9,10), pri­vat (6)

Fort­bil­dung am Inz­Tanz

staat­lich aner­kann­te berufs­bil­den­de Ein­rich­tung

Tanz­fort­bil­dung: pro­fes­sio­nel­le Wei­ter­qua­li­fi­ka­ti­on

Tanz in KiTas und Kin­der­gär­ten — Tanz­Päd­ago­gik für Erzie­he­rIn­nen

Der Kin­der­gar­ten nimmt Ein­fluss auf die Ent­wick­lung der Kin­der in allen Berei­chen: Kör­per, Sin­ne, Spra­che, Den­ken, Gefühl und Mit­ge­fühl wie auch Wer­te, Sinn und Reli­gi­on. Gemäß der Bil­dungs- und Erzie­hungs­ma­trix des Ori­en­tie­rungs­plans für Bil­dung und Erzie­hung für die baden-würt­tem­ber­gi­schen Kin­der­gär­ten (Baden-Würt­tem­berg Minis­te­ri­um für Kul­tus, Jugend und Sport, 2006) benö­tigt das Kind eine anre­gen­de Umge­bung und päd­ago­gi­sches Han­deln, um in all die­sen Berei­chen:

  • Aner­ken­nung und Wohl­be­fin­den zu erfah­ren,
  • die Welt zu ver­ste­hen und zu ent­de­cken,
  • sich aus­drü­cken und
  • mit ande­ren leben zu kön­nen
  • und dadurch ein gelin­gen­des Leben zu füh­ren.

Tanz ist ein kul­tu­rel­les Bil­dungs­gut, dass durch sei­ne ein­zig­ar­ti­ge Ver­bin­dung von musisch-ästhe­ti­scher Bil­dung und beweg­tem Kör­per alle der oben genann­ten Berei­che anspricht und damit ein idea­les Feld bie­tet, das Kind in sei­ner Ent­wick­lung zu unter­stüt­zen.

  • Wie genau för­dert Tanz die ver­schie­de­nen Ent­wick­lungs­be­rei­che von Kin­dern?
  • Wie lässt sich Tanz in den Kin­der­gar­ten-All­tag ein­bin­den?
  • Wie lässt sich Tanz bei Klein­kin­dern ver­mit­teln, wie kann man sie zu Freu­de an der krea­ti­ven Bewe­gung moti­vie­ren?
  • Wel­che Kli­schees und gesell­schaft­li­che Bil­der gilt es zu beach­ten und abzu­bau­en, um Tanz als früh­kind­li­che För­de­rung im Kin­der­gar­ten für alle Kin­der zugäng­lich und posi­tiv erfahr­bar zu machen?

Die Tanz­fort­bil­dung ver­mit­telt zu die­sen Fra­gen wich­ti­ges Hin­ter­grund­wis­sen, Hil­fe­stel­lun­gen und Kom­pe­ten­zen. Ins­be­son­de­re in Ver­bin­dung mit einer Koope­ra­ti­on zu Tanz-in-KiTas dient die­se Fort­bil­dung einer wert­vol­len Zusatz­qua­li­fi­ka­ti­on und Pro­fi­lie­rung von Erzie­he­rIn­nen und damit ihren Ein­rich­tun­gen.

Tanz in Schu­len : Tanz­päd­ago­gik für Leh­re­rIn­nen / Lehr­amts­stu­die­ren­de

Da Tanz in Deutsch­land zumeist — anders als bil­den­de Kunst oder Musik — kein eigen­stän­di­ges Schul­fach ist, ist eine Ver­mitt­lung von Tanz-Wis­sen in ande­ren Fächern und in fächer­über­grei­fen­der Arbeit wich­tig, um die­se Lücke zu schlie­ßen. Vor­bil­der für die Inte­gra­ti­on von Tanz in öffent­li­chen Schu­len fin­det man in den USA und Groß­bri­tan­ni­en. Ein­bin­dungs­mög­lich­kei­ten des Gegen­stands Tanz fin­det sich neben der Ein­bin­dung in Musik und Sport auf ver­schie­dens­te Wei­se, z. B. im Fach Eng­lisch (US-Geschich­te, Black Dance und Skla­ve­rei), Geschich­te (Moder­ner Tanz im Natio­nal­so­zia­lis­mus), oder Fran­zö­sisch (euro­päi­sche Ren­nais­sance, fran­zö­si­sche Mon­ar­chie und Bal­lett).

Wäh­rend in der Leh­rer-Aus­bil­dung an deut­schen Uni­ver­si­tä­ten über­wie­gend ledig­lich im Sport­wis­sen­schaft-Stu­di­um die spe­zi­fisch deut­sche Erschei­nung „Gymnastik/Tanz” behan­delt wird, ist die­se Fort­bil­dung an Leh­re­rIn­nen wie Lehr­amts­stu­die­ren­de ver­schie­dens­ter Fächer gerich­tet und wid­met sich dem abend­län­di­schen, künst­le­ri­schen Tanz in allen sei­nen Gen­res:

  • Bal­lett (Euro­päi­sche Renais­sance bis Welt­ge­schich­te des 20. Jahr­hun­derts)
  • Black Dance (Afri­ka­ni­scher Tanz, Dia­spo­ra der Skla­ve­rei, Min­st­rel­sy, Step, Jazz, Musi­cal, Modern Jazz, Afro Jazz, Hip­Hop)
  • Moder­ner Tanz (Dels­ar­tism, Rhyth­mi­sche Gym­nas­tik, Aus­drucks­tanz, Modern Dance, Post-Modern Dance, New Dance).

Inhalt die­ser Tanz­fort­bil­dung ist die Ent­wick­lung einer grund­le­gen­den fach­li­chen Kom­pe­tenz im Bereich des west­li­chen, expres­si­ven Tan­zes. Hier­zu zäh­len sowohl his­to­ri­sche, tech­ni­sche, ana­to­mi­sche, päd­ago­gi­sche und didak­ti­sche Kennt­nis­se, wie auch tanz-, for­schungs- und doku­men­ta­ti­ons­prak­ti­sche Fer­tig­kei­ten. Die gesam­te Tanz­fort­bil­dung umfasst ver­schie­de­ne Teil-Fort­bil­dun­gen, die auch je nach fach­li­chem Inter­es­se ein­zeln belegt wer­den kön­nen:

  • klas­si­sches Bal­lett — kul­tur­his­to­ri­sche Zusam­men­hän­ge
  • klas­si­sches Bal­lett — tech­ni­sche Grund­la­gen und Trai­nings­struk­tu­ren (Waganowa/Balanchine)
  • Moder­ner Tanz — kul­tur­his­to­ri­sche Zusam­men­hän­ge
  • Moder­ner Tanz — tech­ni­sche Grund­la­gen und Trai­nings­struk­tu­ren (Humphrey/Limón)
  • Black Dance — kul­tur­his­to­ri­sche Zusam­men­hän­ge
  • Black Dance — tech­ni­sche Grund­la­gen und Trai­nings­struk­tu­ren (Horton/Giordano)
  • die metho­di­schen und kul­tur­his­to­ri­schen Grund­zü­ge der Cho­reo­gra­phie
  • didak­tisch ori­en­tier­te Ver­mitt­lungs­kon­zep­te des anfäng­li­chen und mitt­le­ren Niveaus in Tanz­tech­nik und Cho­reo­gra­phie
  • Tanz-Ana­ly­se

Das Wis­sen baut auf der Sekun­dar­stu­fe auf und ist auf dem Niveau fort­ge­schrit­te­ner Lehr­bü­cher basiert, sowie auf dem Stand der aktu­ells­ten Ent­wick­lun­gen im Stu­di­en­fach Tanz.

Tanz­me­di­zin für Phy­sio­the­ra­peu­ten und Sport­me­di­zi­ner

Das For­schungs­feld Tanz­me­di­zin ist noch jung, doch von hoch­gra­di­ger Rele­vanz: Rücken- und Schul­ter­be­schwer­den, Knie­schä­den und Hüft­pro­ble­me sind gesund­heit­li­che Beein­träch­ti­gun­gen, die zuneh­mend nicht nur älte­re Men­schen, son­dern einen beacht­li­chen Teil der Bevöl­ke­rung betref­fen. Die Tanz­fort­bil­dung bezieht sich auf Tanz im medi­zi­nisch-the­ra­peu­ti­schen Bereich in zwei Dimen­sio­nen:

  • Der Ein­satz von Tanz in der Prä­ven­ti­on und Reha­bi­li­ta­ti­on
  • Die Behand­lung vom Tän­zern als Hoch­leis­tungs­sport­ler in Prä­ven­ti­on und Reha­bi­li­ta­ti­on

Im Tanz als Bewe­gungs­pra­xis, so bele­gen Stu­di­en, fin­det sich ver­kör­per­tes Wis­sen, das prä­ven­tiv wir­ken kann. Eben­so zeigt sich eine hohe Rele­vanz in den Berei­chen Kogni­ti­on, Fein­mo­to­rik oder Demenz­prä­ven­ti­on. In der beruf­li­chen Tanz­pra­xis wird der Kör­per aller­dings auch stark her­aus­ge­for­dert — Tän­zer sind Hoch­leis­tungs­sport­ler und brau­chen ent­spre­chen­de Betreu­ung in Prä­ven­ti­on wie auch in der medi­zi­ni­schen Ver­sor­gung. Dies ist bis­her nicht flä­chen­de­ckend der Fall.

Die­ses Span­nungs­feld wirft Fra­gen auf:

  • Wie soll­te Tanz prak­ti­ziert wer­den, damit er gesund­heits­för­dernd und prä­ven­tiv wir­ken kann?
  • Wie müs­sen pro­fes­sio­nel­le Tän­zer medi­zi­nisch betreut wer­den, sodass Tanz auch für sie gesund­heits­för­dernd und nicht schä­di­gend ist?

Aus­ge­hend von kon­kre­ten tech­ni­schen Leit­bil­dern ler­nen wir die an der tän­ze­ri­schen Kör­per­tech­ni­ken betei­lig­ten Struk­tu­ren, Mobi­li­sie­rungs- und Sta­bi­li­sie­rungs­ele­men­te und phy­si­ka­li­sche Kräf­te ken­nen und das dar­in ver­bor­ge­ne prä­ven­ti­ve Poten­zi­al. Ein­zel­ne Mus­kel­grup­pen wer­den in ihrem Funk­ti­ons­zu­sam­men­hang vor­ge­stellt, am eige­nen Kör­per ent­deckt, gekräf­tigt und gedehnt, und so Übun­gen zur prä­ven­ti­ven wie reha­bi­li­tie­ren­den Arbeit erlernt.

Als zwei­ter Schritt ana­ly­sie­ren wir typi­sche Abwei­chun­gen vom jewei­li­gen Leit­bild, und mög­li­che kor­ri­gie­ren­de Pro­zes­se.

Drit­tens ler­nen wir, die­se Pro­zes­se ins nor­ma­le Trai­ning bzw. in den All­tags-Kör­per­ge­brauch zu inte­grie­ren.

Die Tanz­me­di­zin-Semi­na­re und offe­nen Pla­ce­ment & Grund­la­gen­trai­ning Kur­se am Inz­Tanz kön­nen eben­falls als Fort­bil­dung in die­sem Bereich belegt wer­den.

Sie inter­es­sie­ren sich für eine Tanz­fort­bil­dung?

Tanz­fort­bil­dung

Tanzmedizin_FoBi

Tanz­fort­bil­dung

Tanz-in-Schu­len

Als Down­load nicht ver­füg­bar

Tanz­fort­bil­dung

Tanz-in-Kitas

Als Down­load nicht ver­füg­bar